Ostern (Sardisch Pasca Manna) auf Sardinien ist die Verschmelzung christlicher Riten mit heidnischen, die es zu einem faszinierenden und bewegenden Fest werden lassen. Die Karwoche auf Sardinien: Ostern 2010: 04. April Palmsonntag (Sardisch : Dominiga ‘e Prama): Hier werden üblicherweise die geflochtenen Palmenblätter und Olivenzweige gesegnet und unter der Bevölkerung verteilt. Mysterienprozession: Montag der Karwoche (auf Sardisch: „Lunis Santu“) und Dienstag (auf Sardisch: Martis Santu) Diese faszinierenden Riten erinnern an die Passion Christi. Mittwoch der Karwoche (auf Sardisch: Mercuris Santu) In verschiedenen Gebieten ist es der Tag, an dem traditionell Trauerkleidung angelegt wird. Die Huldigung der Gräber: Gründonnerstag (auf Sardisch: Giobia Santa) Alle sardischen Kirchen haben den traditionellen Trauerschmuck: Su nènniri (grünlich – gelbe Weizentriebe). Die Abnahme (auf Sardisch: Su Scravamentu): Karfreitag (auf Sardisch: Chenabura Santa) Seit mehr als zwei Jahrhunderten werden gelenkige und künstlerisch überaus wertvolle Christusstatuen benutzt. Dadurch erscheint das Ritual noch realistischer. Karsamstag (auf Sardisch: Sabadu Santu): Auch hier findet noch einmal das S´Iscravamentu (das Abnehmen Christi) statt. In Cagliari und weiteren Orten der Insel wird es erst samstags gefeiert. Ostersonntag: das Treffen (auf Sardisch: S´Incontru) Die Festglocken ertönen, die Madonna Addolorata zieht ihre Trauerkleider aus, um am „S´Incontru“ teilzunehmen: Das Treffen zwischen Christus und der Madonna.